Auf der Fähre Die Hinfahrt hat Spaß gemacht. Das erste Zwischenziel war Rostock, wo wir übrigens zwei Stunden zu früh ankamen, weil diverse Mütter Angst hatten, dass wir unsere Fähre verpassen. Als wir dann endlich auf dem Schiff waren, haben wir uns schon halb wie in Schweden gefühlt, außer den deutschen Truckern haben alle nur noch Schwedisch geredet.
Von dem Schiff waren wir begeistert: Einarmige Banditen, an denen ein schwedisches Pärchen die ganze Nacht gespielt hat und tatsächlich ziemlich oft gewonnen hat.
Kabine auf der Fähre In unserer Außenkabine hatten wir sogar eine Dusche, womit wir nicht gerechnet hatten. Deshalb haben wir sofort im Duty-Free-Shop 2in1-Duschgel-Shampoo gekauft und außerdem Schokolade aus Österreich.
Zum Glück wurden wir um fünf Uhr per Durchsage geweckt, so dass wir noch unseren ersten Sonnernaufgang in Schweden genießen konnten, bevor wir acht Stunden bis Uppsala gefahren sind. Hier sind auf der Autobahn nur 110 km/h erlaubt, woran sich auch der Großteil hält. Somit empfindet man sich mit 120 km/h als Raser, was ein ziemlich komisches Gefühl ist.
In Schweden gibt es übrigens einen Überholseitenstreifen. Das heißt auch wenn die Straße nur zweispurig ist, kann überholt werden, indem der der überholen will kurz aufleuchtet und der andere daraufhin auf dem Seitenstreifen weiterfährt. Wenn Gegenverkehr während des Überholvorgangs kommt, weicht dieser ebenfalls auf seinen Seitenstreifen aus.
Eine der wichtigsten Autobahnen Während unserer Autofahrt haben wir übrigens wahnsinnig viele deutsche LKWs gesehen. Importieren die Schweden alles aus Deutschland?
Endlich in Uppsala angekommen, haben wir unseren Wohnungsschlüssel abgeholt und sind auf die Suche nach unserer Koordinatorin Ulrika gegangen. Das war auch eine kleine Odysse, weil wir nicht genau wussten, wo unser Campus war und keine Ahnung hatten, ob Ulrika dort überhaupt ihr Büro hat. Nachdem man uns zweimal durch die ganze Stadt geschickt hatte, kamen wir endlich in einem Büro an, wo man sie kannte und uns mit ihr zusammen brachte.
Ulrika ist wirklich sehr nett. Sie hat dafür gesorgt, dass wir Internet bekommen und hat uns unsere Welcome Package gegeben, indem sogar eine Prepaid-Karte für unsere Mobiltelefone war. Sehr cool! Jetzt haben wir also schon schwedische Handynummern.
Nur das Nötigste Im Anschluss ging es dann endlich in die neue Wohnung. Die ist geräumig und sehr gut ausgestattet - so gut, dass wir vielleicht das Eine oder Andere hätten zu Hause lassen können. Überhaupt haben wir wahrscheinlich einen Gepäckrekord aufgestellt. Was machen eigentlich Studenten, die mit dem Flugzeug kommen?